Das Weihnachten der Anderen

Das Weihnachten der Anderen

Das Weihnachten der Anderen ist etwas, das Dir sicher schon einmal passiert ist. Wenn Du das nicht glauben magst, dann lies weiter und entscheide Dich später noch einmal, diese Sache zu beurteilen. Ich vermute allerdings, dass es Dir sogar schon öfter passiert ist.

Fühlst Du Dich mit den Gedanken an Weihnachten so ein kleines Bisschen unwohl?
Oder sogar noch mehr?
Weißt Du gar nicht, ob Du Dich auf Weihnachten freuen sollst?
Oder freust Du Dich auf Weihnachten? (Lies in dem Fall dennoch weiter)

Erfahre heute, wieso Du Dein Weihnachten und nicht das Weihnachten der Anderen feiern solltest, und wie Du das erreichen kannst. Denn damit befreist Du Dich von einigem Druck ganz automatisch.

Irgendwann hat uns jemand erzählt, wie Weihnachten zu sein hat. Wir haben auch schon ganz oft davon gehört und gelesen. Kurz nach Erscheinen der ersten Lebkuchen in den Supermärkten verändern sich auch die Themen in den Zeitschriften, Magazinen und in den Werbespots aller Medien und zeigen uns wiederum die altbekannte, perfekt gestaltete Welt im Außen.

Basteln, Plätzchenbacken, Deko… Alles ist einfach nur schön.

Ja, kann es sein. Wenn Du fein damit bist, ist es gut.

Wenn nicht, dann schau mal, wie es um Dich und Weihnachten tatsächlich steht.

Das Weihnachten der Anderen – Sitz! Platz!

Wir halten ja gerne an den schönen Kindheitserinnerungen fest, die wir dann auch als Erwachsene wieder erleben möchten. Also versuchen wir – unter veränderten Rahmenbedingungen – etwas zu schaffen, was dem gleichkommen kann. (Das tun wir im Übrigen nicht nur an Weihnachten)

Aber hey, Du bist doch heute erwachsen! Es hat sich viel verändert. Du holst Dir nichts „zurück“, einfach nur, weil Weihnachten ist. (Du holst Dir eh nie etwas zurück – weißt Du schon, oder?)

Wenn Du gut aufgestellt bist, kannst Du Dir aber ein neues schönes Erlebnis schaffen.

Ich kenne viele Menschen, die irgendwann einfach das getan haben, was viele andere Menschen in gleichen Zeitraum auch tun. Das passiert auch jeden Tag und nicht nur an Weihnachten. Der Einzelne schließt sich der großen unbekannten vermeintlichen Mehrheit an und tut etwas, ohne groß nachzudenken.

Gehörst Du auch dazu? Das ist nicht schlimm. Es hat nur gar nichts damit zu tun, dass Du Dir das, was Du tust, sonderlich bewusstgemacht hast. Auch das ist nicht schlimm, wenn Du Dich damit wohlfühlst. Aber womöglich stört Dich Dein Verhalten, ohne dass Du bisher erkannt hast, woher das kommt.

Denn nur, weil mal wieder vermeintlich alle etwas tun, musst Du es doch nicht genauso machen. Ja, Du willst ein Teil von etwas sein. Verstehe ich. Will ich auch meist (aber oft auch nicht, ha!). Und gleichzeitig sehe ich, dass ich damit einen Teil von mir selbst und das, was ICH möchte, aufgebe. Oder es zumindest riskiere. Auch das muss nicht immer schlimm sein. Sobald Dich aber etwas stört, gehe tiefer.

Denk doch nur einmal daran, warum ab jetzt die Geschäfte voller werden. Das hat doch nichts damit zu tun, dass irgendwer sein eigenes Ding macht. Da wird angesagt (Werbung!) und belohnt (alles, was Du an Geschenken geschnappt hast, und Du findest das dann wahrscheinlich auch noch gut).

Das alles ist doch ein bisschen wie abgerichtet werden. Sitz! Platz! Ok, der ist ein bisschen böse. Lasse ich dennoch so stehen.

Nimm nicht den Platz ein, den Dir jemand zugewiesen hat, wer auch immer dieser jemand war.

Das Weihnachten der Anderen – Schau, wo Dein Platz ist! … Deiner!

Wenn Du Dich rundum wohl fühlst mit dem, was in der Vergangenheit mit und an Weihnachten war, dann wiederhole das gerne wieder in diesem Jahr beziehungsweise verändere nichts am Vorgehen.

Wenn Du aber spürst, dass da irgendetwas ist, das Dir mehr oder weniger quer sitzt, dann überlege Dir, was Du lieber tun würdest und auch, wie Du es umsetzen könntest.

Ganz schön Haase

Das Weihnachten der Anderen habe ich auch viele Jahre gelebt. (Ich habe ja schließlich auch mal klein angefangen. Oder in dem Fall groß.)

Die Weihnachtszeit sah vor vielen Jahren für mich so aus:

Heiligabend fuhr ich mit meinem Partner erst zu meinen Eltern, dann zu seinen Eltern – an einem Abend!

Am 1. Weihnachtsfeiertag fuhren wir zu meinen Eltern zum Essen, Kaffeetrinken und mehr.

Am 2. Weihnachtsfeiertag fuhren wir zu den Eltern meines Partners zum Essen, Kaffeetrinken und mehr.

(Das Einzige, das wir jemals verändert haben, war die Reihenfolge – OHHHHHH!).

Nach Weihnachten sind wir dann wieder arbeiten gegangen. Es war alles andere als erholsam für mich – auch wenn ich nicht kochen und aufräumen musste. Zeit für mich? Fehlanzeige! Glaube mir, ich hätte sie gebraucht.

Ich fühlte mich nicht wohl. Damals hatte ich keine Ahnung, wie ich diesem mir auferlegten Zwang, mich bei den Eltern zeigen zu müssen, entkommen könnte. Vielleicht habe ich mich auch nicht getraut, etwas zu sagen.

Für mich war dies alles andere als erbaulich. Ich war trotzig und manchmal sogar schlecht gelaunt. Aber ich machte schön mit – des lieben Friedens willen, und weil ich meinen Eltern gegenüber ein schlechtes Gewissen gehabt hätte, sie alleine zu lassen.

Ich habe den Fehler gemacht, mir keine Gedanken darüber gemacht zu haben, wie mein Weihnachten hätte aussehen können.

Das ging viele Jahre so.

Setze Dich doch einmal hin und überlege, wie Du Dir Dein optimales Weihnachten vorstellen würdest. Schreib es gerne auch auf. Schaue, inwieweit es mit dem, was Du bisher erlebt hast und auch dem, was vor Dir liegt, übereinstimmt.

Eines noch, und das halte ich für ganz wichtig: Du darfst jedes Jahr neu entscheiden! Fang in diesem Jahr damit an.

Es ist noch nicht zu spät.

Das Weihnachten der Anderen – Vorsicht Falle!

Was wird uns immer gerne präsentiert, wenn es um Weihnachten geht? Wir sehen Familien und noch besser große Familien mit mehreren Generationen, die das Fest gemeinsam feiern, ganz friedlich und ganz ruhig. Alle haben sich so lieb!

Das ist das Bild, das wir oft auch aus alter Zeit in uns tragen. Ich habe Weihnachten aus meiner Kindheit auch in einer guten Erinnerung. Es ist berechtigt, dass Du dieses Gefühl, das sich beim Erinnern einstellt, so gerne immer wieder neu spüren möchtest.

Ob es soweit kommt, entscheidest Du selbst. Und wie es soweit kommt, bestimmst Du auch.

Nicht Weihnachten und auch nicht die Vorweihnachtszeit sind die Ursachen für das, was wir suchen und manchmal genau dort nicht zu finden vermögen. Wir selbst lassen uns vereinnahmen, ohne darüber nachzudenken, und dann leiden wir womöglich unter der mangelhaften Umsetzung, die wir hätten positiv beeinflussen können.

Wie muss sich beispielsweise eine alleinstehende Person fühlen, die jährlich mit diesem Bild der glücklichen Familie, die gemeinsam das Fest feiert, konfrontiert wird? Da entsteht doch bei einigen, die sich damit erreichen lassen, automatisch das Gefühl, nicht richtig und unvollständig zu sein.

Frohe Weihnachten!

Wenn Du täglich ein Bild vermittelt bekommst, wirst Du es vielleicht sogar für die Realität halten. Wenn Du dazu gehörst, denke bitte noch einmal nach, ob Du Dir da wirklich etwas einreden lassen möchtest. Das hatten wir schon an anderer Stelle und in einem anderen Zusammenhang – hier und da.

Umgekehrt beobachte ich, dass es in vielen Familien gerade an Weihnachten Streit oder zumindest mal Miss-Stimmungen gibt, und dass einige Menschen sich wünschten, statt in der Familie lieber alleine sein zu können. Weil so viel Bemühung einfach anstrengt.

Dieses vermeintliche Ideal kann nun einmal nicht auf alle passen. Und ob es ein Ideal ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Für einige ist es gut, für andere nicht.

Das Weihnachten der Anderen ist nicht Dein Weihnachten. Es spielt keine Rolle, ob Familie X oder Person Y an oder nach Weihnachten erzählt, wie schön oder nicht schön sie ihre Tage erleben werden oder erlebt haben.

Was möchtest Du von Deinem Weihnachten erzählen können?

Das Weihnachten der Anderen – Klarheit hilft.

Jeder muss für sich überlegen, was er an Weihnachten wirklich möchte. Du musst es also für Dich entscheiden. Das ist also der erste Schritt: Finde Klarheit!

Du solltest also ganz bewusst für Dich herausfinden, was Du Dir für Weihnachten wünschst. Wünsche Dir dabei bitte etwas, das Du selbst gestalten kannst!

Und werde nicht allzu romantisch, nur weil Weihnachten dies irgendwie bedingt! (Das sitzt nun einmal sehr tief).

Wenn Du beispielsweise im Unfrieden mit jemandem bist, wird nicht Weihnachten automatisch dazu beitragen, dass dieser Unfrieden verschwindet geschlichtet werden kann. Es könnte aber sein, dass die Vorweihnachtszeit beispielsweise das Schlichten einer Unstimmigkeit etwas einfacher machen könnte, weil die andere Person etwas friedlicher gestimmt ist. Es könnte aber auch nicht gelingen, wieder friedlich miteinander umzugehen.

Erwarte bitte nicht, dass automatisch ein Wunder geschehen wird, nur weil (Vor-)Weihnachtszeit ist. Baue nicht darauf, dass Weihnachten die Basis für Wunder sein könnte (auch wenn das sein kann, wenn alles stimmt).

Wenn überhaupt, schaffst Du Dir bitte Deine eigene Basis.

Überlege also gut, was Du erwartest.

Besinne Dich lieber auf die Menschen, mit denen Du Dich gerne umgibst, und versuche, diese um Dich zu haben. Und wenn dies nicht möglich ist, bleibe dankbar dafür, dass es diese Menschen und den Frieden mit ihnen gibt im restlichen Jahr. An Weihnachten sind sie dann eben mal nicht bei Dir. Ist das so schlimm?

Überhaupt schaue auch in diesem großen Zusammenhang danach, was Du alles schon hast. Es könnte DIE Gelegenheit sein, festzustellen, dass Du recht zufrieden oder sogar sehr zufrieden sein kannst.

Ich hoffe, Du kannst das dann auch fühlen.

Dann wäre Weihnachten doch womöglich das i-Tüpfelchen für Deine Zufriedenheit.

Wie könnte DEIN Weihnachten dann also aussehen?

Das Weihnachten der Anderen – Der Plan

Male es Dir aus. Das darf auch in schön sein. (Und in ganz bunt!)

Wenn Du es genießen kannst, alleine zu sein, ist Weihnachten die perfekte Zeit dafür! Denn viele andere Menschen sind eingebunden in ihr persönliches Weihnachten. Du könntest also richtig viel Ruhe haben.

Wenn Du viele Menschen um Dich haben möchtest, dann versuche, sie für ein Fest bei Dir zu gewinnen. Das heißt ja nicht automatisch, dass Du dann auch die gesamte Arbeit auf Deine Schultern laden musst. Das geht auch anders (wie, das erzähle ich Dir im nächsten Weihnachts-Blogbeitrag).

Solltest Du wegfahren wollten, mach es! Ja, jetzt ist es schwieriger, noch etwas zu finden, das bezahlbar und schön ist. Aber es ist nicht unmöglich.

Und wenn Dich Weihnachten aber mal so gar nicht interessiert, dann klinke Dich aus. Ok, Du musst sicher weiterhin zusehen, dass alles dekoriert ist und Du wirst ertragen müssen, dass Menschen Dir von ihren Weihnachtsplänen erzählen. Dann erzähle freudig von Deinen und dem, was Du stattdessen tun wirst. Du wirst sehen, dass einige Dich genau darum beneiden werden. Auch wenn es darum nicht geht, denn es geht nur darum, dass DU zufrieden sein kannst.

Leg los! Wie sieht Dein Weihnachten aus? Schreibe es auf, verinnerliche es für Dich und dann starte mit den Vorbereitungen.

Die machen Dir dann auch sicher große Freude und fallen Dir ganz leicht.

Wie feierst Du also Dein Weihnachten? Verbringst Du es mit anderen Menschen? Mit wem? Oder magst Du lieber alleine bleiben? Was sind Deine Pläne? Schreib mir dazu gerne einen Kommentar. Ich freue mich darauf!

In dem Alter… In dem Alter? Ja, in dem Alter!

In dem Alter… In dem Alter? Ja, in dem Alter!

Ich war Mitte 30, als ich das erste Mal diesen Satz hörte: „In dem Alter müssen Sie schon etwas mehr trainieren, um ein Defizit auszugleichen“. Aha. Mitte 30 werden wir also schon in die Schublade „nicht mehr so ganz taufrisch“ gesteckt. Ich war mehr als empört. Und wie Du siehst, habe ich den Vorfall womöglich aus diesem Grund bis heute nicht vergessen.

Hast Du das auch schon erfahren? Beunruhigt Dich eine solche Situation?

Lies heute davon, dass in dem Alter und in Deinem Alter mal gar nichts Standard ist oder geht oder nicht geht und dass alleine Du entscheidest, was für Dich möglich ist. Lass Dich nicht einschränken, etwas aus Altersgründen zu tun oder nicht zu tun!

Ok, eine Sache gibt es. Du kannst nicht ewig Mutter werden. Dazu schreibe ich heute nicht viel mehr, aber dies ist in der Tat etwas, das Du – wenn Du ein gewissses Alter erreicht hast – nicht mehr tun kannst. Vertiefen werde ich dieses spezielle Thema in einem anderen Blogbeitrag.

Abgesehen von dem Muttersein aber geht IN DEM ALTER verdammt vieles!

In dem Alter – Wo das mit dem Alter beginnt

Es ist leider so, dass unsere Gesellschaft das Älterwerden negativ belegt. Wir machen ja alle mit, und es gibt erst wenige Bemühungen, dies zu ändern. Einige Frauen in meinem Alter zeigen schon, dass sie noch etwas zu bieten haben, und dass ihr Leben mal so überhaupt nicht langweilig ist. Allerdings fängt das Problem schon viel früher an.

Erinnerst Du Dich noch, wie es war, als Du Dreißig wurdest? War das ok für Dich? Ich beobachte mit Staunen, wie sehr einige Frauen sich mit diesem Alter schon weh tun, bevor sie es erreicht haben. Das ist doch nicht nötig! Dreißig ist ein wundervolles Alter. Klar habe ich leicht reden, denn für mich war die 30 überhaupt nicht schlimm. Und doch steckt fast in Jeder von uns zumindest eine Sorge, was da nun so passieren wird. Bei mir ist gar nichts passiert, und nach überschreiten dieser Grenze kam ganz viel Schönes nach.

Aber warum machen wir bestimmte Dinge und Handlungen am Alter fest? Denk mal darüber nach.

In dem Alter – Die Wirtschaft

Damit die Wirtschaft in diesem einen Segment funktioniert, werden Dir viele Mittelchen angeboten, mit denen Du Dein biologisches Alter austricksen kannst. Man will ja schließlich auch was verdienen mit denen, mit denen, die in dem Alter sind!

Aber erst einmal und vor dem Verkauf muss die „richtige“ Einstellung bei den möglichen Konsumenten dazu geschaffen werden. Das heißt dann leider auch, dass Du ab einem gewissen Alter und somit in dem Alter mit bestimmten Produkten immer wieder konfrontiert werden wirst, die Dir versprechen, die ersten Anzeichen von Alter minimieren zu können.

Schon ist es normal, dass Du Dir keine Falte erlaubst, Dir keine Müdigkeit verzeihst, Dir mit kleiner Mühe das, was nicht sein soll, überschminkst. Wir dürfen nämlich nicht älter werden. Und viele glauben, dass – wenn sie sich äußerlich jung darstellen – es auch sind. Tja. Was soll ich sagen?

Lass Dich da bloß nicht anstecken!

Sich jung zu schminken ist natürlich genauso Unsinn, wie bei einem Auto den Kilometerstand nach unten zu korrigieren. Das Alter bleibt. Der Unterschied zum Auto ist, dass Du Dich in Deiner Einstellung jung halten kannst. Interessanterweise wirkt das auch nach außen. Dann brauchst Du diese ganzen Mittelchen nicht mehr. Oder nicht so viel davon.

Ganz schön Haase

Meine erste Anti-Falten-Crème-Probe erhielt ich mit Anfang 30 mit einem gefühlt süffisanten Lächeln der Dame, die es mir überreicht hat. Ich hatte mir vorab schon gesagt, dass ich „soweit“ sei, wenn dies passieren würde. Damit habe ich mir also selbst schon innerlich eine Grenze aufgezeigt, die ich dann überschritten haben würde. Die war zunächst stärker als die 30er-Zone!

So ein Bullshit! Wie kann man so doof sein? Nur, weil irgendeine Parfümerie-Dame meinte, mir diese Probe in die Hand drücken, meinte ich, damit etwas Großes verbinden zu müssen?

Ich verrate Dir etwas: Es hielt nicht lange an.

Ja, ich nutzte die Geschichte, um sie mit einem Augenzwinkern zu erzählen (Augenzwinkern bringt übrigens diese Augenfältchen hervor, aber sind die nicht niedlich?).

Mehr als das Erzählen bleibt aber nicht.

Wenn Du Dich gerne schminkst, weil es Dir gefällt, dann mache es. Aber trenne es vom Alter. Denn in dem Alter bist Du gut, wie in jedem anderen Alter auch.

In dem Alter – Da gibt es noch…

Auch unsere Begleiter im Leben sind oft nicht zimperlich, was das Aburteilen von dem, was man so tut oder besser nicht tut, anbelangt:

„Du siehst noch gut aus für Dein Alter!“
Soll ein Kompliment sein, ist aber, wenn Du weiterdenkst, gar keines.

„In Deinem Alter musst Du so langsam darauf achten, dass …“
Aha. Muss ich. So. Ok. Wenn Du meinst…

„In Deinem Alter solltest Du doch schon erwachsen geworden sein!“
Auch das noch! Fast eine Killerphrase.

„In dem Alter trägt man das nicht mehr!“
Oha. In dem Alter trägt man also Sack. Bitte in unauffälligen Farben (Wenn Du gerne Sack trägst, verzeih mir bitte den Vergleich.)

„Die Glücksdiät ab 30“
Ja genau, da war ja was. Die Dreißig! Wenn Du 30 mit 40 oder 50 ersetzt, passt der Satz auch noch.

Kennst Du alles. Oder? Ich bin mir fast sicher.

Mein Rat für Dich: Versuche, Dich diesen Sätzen so wenig wie möglich auszusetzen. Das ist leichter gesagt als getan, ich weiß. Aber: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Je öfter Du negative oder einschränkende Sätze in Verbindung mit dem Älterwerden hörst und liest, desto eher wirst Du sie verinnerlichen. Damit glaubst Du am Ende selbst, dass es so ist, wie es Dir erzählt wird.

Also entscheide Du selbst, was Du bist und was nicht.

In dem Alter – das Reflektieren

Jeder der vorher genannten Sätze kann falsch und gleichzeitig auch richtig sein. Richtig ist eine Aussage immer dann, wenn Du ihr aus vollem Herzen zustimmen kannst. Aus vollem Herzen heißt in diesem Fall, dass Du mit Freude und voller Überzeugung und positiv zu einem der Sätze „JA!“ sagen kannst. Ich glaube nicht, dass dies auf viele Sätze so zutreffen wird.

Wenn Du also einer anderen Meinung bist, dann lass nicht zu, dass Du es irgendwann als ganz normal betrachtest, Dich so oder so fühlen oder Dich so oder anders verhalten zu müssen. Schau Dir bewusst jeden dieser Sätze an, wenn er auf Dich trifft und entscheide Dich, dass es bei Dir anders ist. Wenn Du es möchtest. Das erkennst Du im übrigen sehr gut daran, wenn Du im Magen diesen kleinen Stich spürst. Dann will Dir irgendjemand etwas „tun“, das für Dich nicht stimmig ist.

Mit anderen Worten: Lass Dich nicht beschallen ohne nachzudenken, sondern gehe bewusst mit diesen Aussagen um. Dann kannst Du immer noch entscheiden, ob ein Satz auf Dich zutrifft oder nicht. Verstehst Du, wohin ich Dich gedanklich mitnehmen möchte?

Es ist ein großer Unterschied, ob Du etwas Dich erreichen lässt, oder ob Du es willkommen heißt!

In dem Alter – Such Dir positive Verstärkungen

Verbündete sind so wertvoll! Das kann eine Freundin sein, die es so hält, wie Du es für Dich auch gerne halten würdest. Es gibt auch einige gute Literatur zum Älterwerden und der Tatsache, dass dies alleine nicht ein Problem darstellen sollte.

Schau Dir Frauen an, die vor Lebensfreude sprühen – besonders die, die eben schon in DEM Alter sind. Suche Dir Vorbilder.

Es gibt auch viele ganz normale Frauen, die diese Vorbilder darstellen können. Ich bin eine davon, weil ich viele Jahre schon genau an der Stelle nicht zulasse, dass mich diese bösen Sätze und Einteilungen erreichen. Ich entscheide aus anderen Motiven heraus. Ich lasse Dich deshalb auch gerne an dem, was ich mache und nicht mache, teilhaben.

Du kannst Dir auch ein prominentes Vorbild nehmen, so lange ich nicht prominent genug bin, wenn Dir das lieber ist. Kein Scherz; ich arbeite daran

In dem Alter – Mache es so, wie es für Dich gut ist

Alles, was Du tust, sollte Dir guttun. Dass Du das nicht immer schaffen wirst, ist mir klar. Habe ich auch nicht immer geschafft, und es gibt Tage… Schweigen wir dazu lieber mal. Es geht nun auch wiederum nicht darum, für irgendwen perfekt zu sein.

Es geht nur darum, dass Du Dich mit Dir selbst und in Deiner Haut wohlfühlst und eben nicht auf den Zug aufspringst oder Dich ohne nachzudenken im Negativen mitreißen lässt.

Lass Dich lieber positiv inspirieren!

Lebe Dein Leben und sei auf der Hut vor denen, die Dir etwas zu einem Problem versprechen, das Du gar nicht haben musst.

Lebe Dein Leben doch bitte, wie es Dir Freude macht!

Dazu gehört alles, was Dich ausmacht, und alles, was Dir diese unbändige Lebensfreude bringt. Das ist Freiheit.

Hol sie Dir!

Schreib mir, was Du dazu denkst und wie Du mit dem, was Du erlebst, umgehst. Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Weihnachten einfach gemacht. Fang an!

Weihnachten einfach gemacht. Fang an!

WAS? Jepp. Es könnte die richtige Zeit sein, Dich vorzubereiten. Genau das ist Weihnachten einfach gemacht. Fang an!

Stopp! Jetzt denke aber nicht gleich in die falsche Richtung!

Ich liebe die Vorweihnachtszeit mit den Weihnachtsmärkten, den Lichtern, der heimeligen Stimmung… Ich liebe dann die Kälte, den Schnee (wenn er denn mal da ist) und sogar ein bisschen die Dunkelheit (aber nur ein kleines bisschen), weil nur dann die Lichter ihre Kraft zeigen.

Heute empfehle ich Dir, dass Du jetzt schon damit beginnen solltest, gewisse Planungen voranzutreiben, damit Du die Vorweihnachtszeit und das Fest an sich entspannt angehen kannst. Lies heute davon, was Du heute schon tun kannst, damit es Dir später – in der Zeit, in der Du genießen möchtest – bessergeht.

Weihnachten einfach gemacht. Fang an! Aber bloß nicht zu früh…

Ein Widerspruch könnte man meinen. Ich meine es aber so, wie ich es geschrieben habe, und wie immer ist das Ergebnis ziemlich individuell.

Denn auch wenn wir alle (oder fast alle) mehr oder weniger Weihnachten feiern (da fängt es ja dann schon an), sind wir mit den Vorbereitungen anders beschäftigt.

Wenn Du zu Deiner Familie fährst, um Weihnachten zu feiern, könnte es sein, dass Du einen Vorteil hast. Es kommt natürlich sehr darauf an, wie sehr Du in die Aktivitäten eingebunden bist. Oder Dich einbinden lässt.

Bist Du aber diejenige, bei der die Familie feiert, sieht es auch schon ganz anders aus. Allerdings hast Du in dem Fall die Fäden in der Hand. Ich weiß aber, dass das viele nicht ganz so locker sehen können.

Wenn Du also viel vorzubereiten hast, kannst Du in der Tat nicht früh genug mit der Planung anfangen, damit es später etwas angenehmer für Dich wird. Es fühlt sich auch für mich ein bisschen schräg an, jetzt schon an Weihnachten zu denken. Aber jetzt ist es in der Tat auch schon gar nicht mehr ganz so früh.

Denn einiges hättest Du besser schon geplant oder sogar erledigt, um in der schönen Zeit mehr Zeit für Dich und außerdem einen Puffer zu haben.

Ich arbeite ja in Projekten, und da sind Pufferzeiten wichtig. Dass sie heute fast nicht mehr als solche geplant werden, ist eine andere Sache. Aber wenn Du Dein Projekt planst – und Weihnachten ist (leider) eines (geworden) – kannst Du selbst bestimmen, ob und wie viele Pufferzeiten zu vorsiehst.

Weihnachten einfach gemacht. Fang an! Wie Du Dich gedanklich einstimmen kannst

Da ich vor einigen Jahren schon erkannt habe, dass diese Zeit gut ist, um genutzt zu werden, habe ich mir einige Gedanken dazu gemacht.

Dazu gehören auch diese: Der Gedanke an Herbst hat so ein ganz kleines Bisschen seinen Schrecken verloren. Wir freuen uns noch über die wärmeren Sonnentage, die uns der Oktober beschert hat und wissen gleichzeitig, dass wir für die grauen Tage gerüstet sind.

Du kannst Dich ab jetzt mit den schönen Seiten dieser Jahreszeit beschäftigen. Du hast vielleicht schon überlegt, wie schön ein Kaminfeuer am Abend sein kann (Ich habe meinen Kamin am Wochenende für die Saison eingeweiht; das war traumhaft kuschelig!).

Vielleicht wird Dir heimelig bei dem Gedanken, die dunklen Abende mit Kerzenschein zu erfüllen. Der Gedanke, gemütlich zu Hause verbringen zu können, ist nun auch sehr angenehm geworden. Der Sommer fordert ja doch eher, dass wir das Haus verlassen, um draußen zu sein. Im Moment zieht es mich mehr nach drinnen.

Spätestens jetzt also könntest Du Dich mit Weihnachten etwas intensiver beschäftigen. Der Abstand zu den Feiertagen ist noch groß, und das hat Vorteile. Wir haben das Gefühl, dass wir noch viel Zeit haben, und wir sind deshalb noch entspannt.

Nun gilt es, dass Du Dir diese Entspannung bewahrst.

Weihnachten einfach gemacht. Fang an! Was Du jetzt schon tun kannst

Schaffe Dir doch jetzt schon ein Medium, mit dem Du Deine Liste pflegen kannst. Alles, was Dir einfällt, schreibst Du dort auf. Unsere Smartphones bieten die Möglichkeit, oder Du nutzt ein Notizbuch dafür.

Wenn Du dann einmal in der Woche darüber nachdenkst, wann Du das, was Du Dir aufgeschrieben hast, umsetzen möchtest oder musst, bist Du ein gutes Stück vorwärtsgekommen. Das nennt sich Planung und ist hier sehr hilfreich. Trag Dir wichtige Termine dort ein, wo Du Deine anderen Termine führst. Was Du schon erledigen kannst, erledige am besten sofort oder sehr zeitnah. Alter Prioritäten-Trick. Kennst Du womöglich.

Schau Dir gleichzeitig an, wie gut gefüllt Dein Kalender womöglich jetzt schon ist.

Ganz schön Haase

Ich bin derzeit viel geschäftlich auf Reisen. Da werde ich in den nächsten Wochen kaum Zeit haben, zu Hause etwas zu erledigen. Das heißt, dass ich entweder einiges unterwegs erledigen oder es nicht nur gedanklich aus meinen Aufgaben streichen muss.

Was ich schon erledigt habe, ist dies:

Meine Frisör- und Kosmetiktermine sind fest vereinbart bis zum Jahresende. Meinen Frisörtermin vor Weihnachten habe ich bereits im August vereinbart, und da war der Kalender des Salons schon gar nicht mehr sooooo leer.

Eben weil ich geschäftlich viel unterwegs sein werde, werden bestimmte Treffen vor Weihnachten unter der Woche nicht stattfinden können. Das ergibt sich aus der Situation und ist somit auch schon geplant. Das entspannt auch ein wenig.

Es bleiben somit für mich nur noch mir wichtige Treffen übrig, die mir Freude bringen. Da gehört der Weihnachtsmarkt-Besuch mit meiner besten Freundin genauso dazu wie ein Gans-Essen, das jährlich mit ehemaligen Kollegen, die ich sehr schätze, stattfindet. Und genau in dieser Bandbreite bewegt sich das, was sonst noch sein kann, auch.

Ich habe vor ein paar Wochen auch bereits Weihnachtsgeschenke gekauft. Sie sind nicht vollständig, aber ich habe damit angefangen, weil es sich gerade so ergeben und für mich gepasst hat. Und ich bleibe da gerade dran.

Das fühlt sich unglaublich gut an!

Weihnachten einfach gemacht. Fang an! Entspanne Dich!

Auch wenn es nun vielleicht nicht so wirkt wie ein Entspannungsprogramm: Wenn Du es richtig angehst, könnte es eines werden. Du hast JETZT und in den nächsten Wochen ein bisschen mehr Arbeit in dem Zeitraum, in dem es noch ruhiger ist. Wichtig ist, dass Du das alles nun nicht umkehrst und Dir damit dann Stress machst. Es ist ebenso wichtig, dass Du Dir Entspannung verschaffst, wie Du es hoffentlich immer für Dich tust. (Gönn Dir immer mal einen Luxus-Moment – Machst Du das auch?)

In den letzten Wochen vor Weihnachten könntest Du somit viel entspannter sein. Stell Dir mal vor, Du hättest in vier Wochen schon fast alles erledigt, was erledigt werden kann. Fühlt sich das nicht schon super an? Das alleine entspannt schon ungemein!

Weihnachten einfach gemacht. Fang an! Ja, was denn alles?

Von meinen Frisör- und Kosmetikterminen habe ich ja schon erzählt. Was gibt es sonst noch? Nun, es wäre ja schon einmal gut, wenn Du für Dich wissen würdest, wo und mit wem Du feiern möchtest.

Solltest Du zu Deiner Familie fahren, könntest Du schon einmal Fahrkarten und Platzreservierungen bestellen. Vielleicht musst Du auch irgendwo nach einer Unterkunft schauen. Mache es jetzt schon!

Wenn Deine Familie zu Dir kommt, könntest Du nach Rezepten schauen, nach denen Du kochen möchtest und Dir auch dafür schon Einkaufslisten anlegen. Manches gute Essen will auch schon frühzeitig bestellt werden, weil es davon nicht so viel gibt. Ein Probekochen mit der Möglichkeit, das Menü dann doch umzustellen, bietet sich auch an.

Und wenn Du in ein Restaurant gehen möchtest, wird es höchste Zeit, dafür einen Tisch zu reservieren.

Wenn Du Geschenkideen hast, die Du basteln möchtest, dann mache Dir auch dafür einen Plan. Die Tage des grauen Herbstes eigenen sich perfekt zum Basteln!#

Es gibt noch einige Dinge mehr, die Du jetzt erledigen kannst. Lies in den nächsten Artikeln mehr davon. Dennoch gilt: Was Du erledigt hast, hast Du erledigt!

Ich habe vor einigen Jahren zum Thema „Weihnachten einfach gemacht“ ein kleines Büchlein verfasst, das Du erwerben kannst. Wenn es Dich interessiert, schreib mir gerne eine Mail.

Wie hältst Du es mit Weihnachten? Bist Du schon bereit, Dich vorzubereiten? Schreib mir dazu gerne einen Kommentar und auch, was Du schon erledigt hast.

Schlechte Laune haben darfst Du. Aber willst Du das?

Schlechte Laune haben darfst Du. Aber willst Du das?

Schlechte Laune macht sich gerne breit; sie lauert hinter jeder Gefühlsecke (weiß ich), und auch sie hat natürlich ihre Berechtigung. Die Frage ist nur, wie viel Bedeutung und Gewicht Du ihr zumisst und zugestehst.

Lies heute davon, dass Du so viel schlechte Laune haben darfst, wie Du es für Dich als angemessen empfindest. Ich hinterfrage aber auch, warum Du das überhaupt so möchtest. Damit möchte ich Dich zum Nachdenken bringen.

Schlechte Laune – Tage an denen es schwer ist, die Contenance zu bewahren

Wenn ich wählen könnte, hätte ich am liebsten immer nur gute Laune. Und meist habe ich sie auch. Ha! Es lebt sich sehr gut damit, und jeder Tag, jede Minute ist damit so angenehm wie ein Tag am Meer (ok, ein Tag am Meer ist noch einmal mehr, aber es geht ja darum, hier ein schönes Bild zu schaffen).

Ab und an gerate ich aber auch in die Falle: Da jammern ein paar Menschen um mich, und ich lasse mich anstecken oder mitnehmen. Puh, wenn ich da nicht sofort auf mich achte, kann es schwer sein, mich nicht runterziehen zu lassen! Ich will da nämlich nicht sein. Und das ist das, was Du Dich auch immer mal wieder fragen solltest: Willst Du so sein, wie Du im Moment bist?

Aber nicht falsch verstehen: Es ist ok, wie Du bist. Ja, es ist kompliziert oder eigentlich ganz einfach: Ich rate Dir, die Herrscherin über Deine Empfindungen zu bleiben. So erklärt sich das mit dem OK-Sein ganz von alleine.

Ganz schön Haase

Ich merke es selbst gar nicht so oft, weil gute Laune für mich so „normal“ ist: Ich bekomme von den Menschen um mich auch ganz oft wunderschöne Rückmeldungen zu meiner Laune. Eine davon ist schlicht und ergreifend „Du hast IMMER so gute Laune!“. Nun ist das gar nicht so. Ich habe auch mal nicht so gute Laune. Aber ich habe diese eben eher selten. Ich teile meine schlechte Laune auch nicht unbedingt mit anderen Menschen, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt. Ich mache sie mit mir aus, denn in den allermeisten Fällen hat sie ja auch nur mit mir zu tun. Außerdem möchte ich sie nicht in die Welt tragen.

Wenn ich also mal wirklich schlechte Laune habe und beispielsweise einkaufen gehe, bin ich weiterhin gewohnt herzlich mit den Menschen, denen ich begegne – es sei denn, die kommen mir unfreundlich. Dann allerdings gibt es eine Ansage, die sich gewaschen hat. Was wiederum an meiner in mir noch vorhandenen schlechten Laune liegt. Sonst würde ich über so etwas einfach hinwegsehen.

Ich sage ja: Rosarote Wattebausch-Welt!

Das Interessante ist: Wenn ich herzlich mit den anderen Menschen beim Einkaufen umgehe, verschwindet die schlechte Laune meist wie von selbst. Und bevor jetzt Einwände kommen, dass meine Herzlichkeit aufgesetzt ist: Ich bin so. Das ist nicht aufgesetzt. Wenn ich nur Freundlichkeit aufsetze (Herzlichkeit kann ich nicht aufsetzen), dann sieht man mir das an. Da bleibt kein Platz für mehr. Das fühlt sich sogar für mich so schräg an, dass ich glaube, dass ich in dem Fall nur Grimassen ziehe.

Schlechte Laune ist eine Frage der Aufmerksamkeit – gute Laune ist es auch

Wenn Du ein bisschen darin geübt bist, Dich zu beobachten und einiges an Dir zu verändern oder auch gut zu finden, dann hast Du sicher schon bemerkt, dass Du schlechte Laune auch schon bekommen hast, weil andere Menschen Dich mit ihrer eigenen angesteckt haben.

Bist Du schon einmal mit schlechter Laune aufgewacht? Ich meine nicht den Moment, an dem Du Dich das erste Mal kurz nach dem Aufwachen ärgerst und da nicht mehr so recht rauszukommen vermagst. Damit meine ich wirklich den Moment, an dem Du die Augen aufschlägst.

Ich behaupte jetzt, dass ich noch nie mit schlechter Laune aufgewacht bin. Hey, das hat doch etwas zu bedeuten! Und ich bin sicher, dass es bei Dir genauso ist.

Wenn wir schlafen, haben wir also eher keine schlechte Laune. Wir haben sie, wenn wir wach sind. Gleichzeitig haben wir, wenn wir wach sind, auch die Möglichkeit, zu entscheiden, ob wir gut- oder schlechtgelaunt durch den Tag gehen.

Diese Entscheidung kannst Du aber nur treffen, wenn Du Dir über Deinen Zustand im Klaren bist. Hier kommt die Aufmerksamkeit ins Spiel. Statt einfach nur so nebenbei etwas zu empfinden, könntest Du mal beobachten, wie Du gerade so drauf bist.

Schlechte Laune kannst Du den Zutritt verweigern

Wenn Du feststellst, dass Du da nun schon ein ganz schönes Stück in die schlechte Laune hineingeraten bist, versuche mal kurz Luft zu holen. Für Dich ganz alleine. Überlege, ob diese Laune gerechtfertigt ist. Ist sie es, dann lass sie, wo sie ist. Wenn Du aber feststellen solltest, dass sie gerade keine Berechtigung im jetzigen Moment hat, dann schick sie fort!

Es ist nicht viel leichter gesagt als getan. Es ist eine Frage der Übung. Du kannst von jetzt auf sofort gute Laune bekommen, genauso wie Du von jetzt auf sofort schlechtgelaunt sein kannst. Wieso sollte es anders herum nicht funktionieren? Naaaaa? Eben!

Schick die schlechte Laune also vor die Tür. Dafür gibt es Werkzeuge, die Du nutzen kannst. Denk beispielsweise genau in dem Moment des Nachdenkens an ein ganz wunderbares Ereignis, an dem Du teilgenommen hast. Oder lege Dir gute Musik auf, von der Du weißt, dass sie Dir immer gute Laune gebracht hat. Oder schau Dir ein Katzenbild an (es geht natürlich auch mit einem Hund, Deinem Patenkind, Deinem Herzensmenschen oder…).

Alternativ gehe vor die Tür und begib Dich unter gut gelaunte Menschen.

Schlechte Laune adé – gute Laune willkommen!

Wenn Du die gute Laune in Dich lässt, hat die schlechte Laune keinen Platz mehr. Du kannst ja nur eines: Entweder schlecht- oder gutgelaunt sein! Wenn Dir also Dein Werkzeug geholfen hat, Dir die gute Laune zu bringen, dann hat die andere Laune gar keine Chance mehr und muss bleiben, wo auch immer sie sich dann hinbegeben hat!

Im Übrigen habe ich Dir nicht einfach mal so nebenbei von den gutgelaunten Menschen erzählt. Wenn Du welche kennst, suche deren Nähe, so oft Du nur kannst. Ich kenne Menschen, deren gute Laune so was von ansteckend ist, dass selbst ich noch was mitnehmen kann. Sie befinden sich auf einem extrem hohen Gute-Laune-Level.

Wenn Du wenige Menschen kennst, die vor guter Laune sprühen, ändere es. Ja, meine ich mal wieder so. Wenn ich also wieder ans Einkaufen denke: Ich habe mir eine Auswahl an Geschäften geschaffen, in denen diese gutgelaunten Menschen arbeiten. Und wenn ich dort hingehe, nehme ich mir neben der Ware noch eine ordentliche Portion gute Laune mehr mit. So einfach kann es sein.

(Diese Gute-Laune-Menschen findest Du meist nicht in den Geschäften, die keine guten Waren verkaufen. Auch darüber kannst Du mal nachdenken. Da gibt es nämlich einen Zusammenhang. Aber das ist ein anderes Thema.)

Auf, raus mit Dir – hol sie Dir, die gute Laune!

Und die schlechte Laune weist Du bitteschön ab heute in ihre Grenzen: Platz!

Bleib relativ jung – Gute Laune ist ein Teil davon!

Wie sind Deine Erfahrungen? Schreib mir doch einen Kommentar, wie Du mit Deiner Laune bisher umgegangen bist.

Du hast die Wahl. In diesem Fall nicht.

Du hast die Wahl. In diesem Fall nicht.

Du hast die Wahl. Fast immer. Du kannst wählen, ob Du dieses oder jenes tust. Du kannst tun oder sein lassen. Du wählst, was Du tust oder nicht tust.

Auch dann, wenn es sich um demokratische Wählen handelt, gilt: Du hast die Wahl. Nämlich zunächst einmal, ob Du wählen gehst oder auch nicht. Andererseits ist dies an der Stelle eine Wahl, die theoretisch ist. Also Deine Wahl (zu wählen oder nicht) – nicht die demokratische Wahl (auch darüber könnte man trefflich diskutieren, aber ich bleibe mal unpolitisch und zurückhaltend. Was ich im übrigen mir ab und an auch von Anderen mal wünschen würde, und gleichzeitig wünsche ich mir mehr Gesicht. Und Gesichter. Es langweilt mich auch in dem Fall, immer wieder dieselben zu sehen, und gleichzeitig ist es ab und an beruhigend).

Du kannst es sein lassen, aber wer das Wahlrecht in dieser Form hat, hat es eben auch nicht – aufgrund der gesellschaftlichen Pflicht, die es beinhaltet. Denn es ist nun einmal nicht selbstverständlich, wählen gehen und damit eben auch zu einem Teil beitragen zu dürfen, wie unser Land in den nächsten vier Jahren regiert werden wird. Es ist hoffentlich selbstverständlich für Dich, wählen zu gehen oder zu wählen.

Du musst vertrauen, dass Dir das, was Dir die zu wählenden Menschen versprechen, auch eingehalten werden wird. Gleichzeitig darfst Du Deine langjährige Erfahrung mit Politikern und Menschen generell einsetzen, um die Schwätzer und Stimmenfänger von denen, die es ernst meinen, zu unterscheiden.

Bleiben immer noch die, die das Rückgrat nicht haben, sich gegen den Willen der Partei zu stellen, wenn es darauf ankommt. Auch die könntest Du mittlerweile kennen. Du bist in einem Alter, in dem Du schon vieles erlebt hast und Dir wenig fremd vorkommen wird – egal, wie überraschend es immer noch sein kann.

Wenn Dir das alles insgesamt so nicht gefällt, hast Du wieder die Wahl: Du könntest selbst politisch aktiv werden. Auch das geht in jedem Alter.

Du könntest auch auswandern in ein Land, in dem Dir das Wählen nicht freigestellt wird. Wahlpflicht. (Erinnert ein bisschen an die Schulzeit). Du könntest auch irgendwohin auswandern, wo Du nicht wählen darfst. Es ist aber fraglich, ob es Dir dort besser ergehen würde mit dem, was Du dann dort auch nicht vorfindest.

Freiheit könnte so etwas sein, was Dir dann fehlt. Dann hast Du vielleicht eben nicht mehr die Wahl, auch in vielen anderen Belangen nicht. Für manche wäre das sicher eine Option, weil sie lieber ihr Hirn ausschalten, als es zu benutzen. Aber für Dich?

Erzähle mir nichts. Du bist in einer Gesellschaft aufgewachsen, die immer noch gewisse Werte vermittelt, die nicht selbstverständlich sind. Zu all dem gehört eben auch, immer mal wählen zu gehen. Dies steht Dir frei und gleichzeitig auch nicht.

Du hast die Wahl.

Oder gerade in diesem Fall nämlich so gar nicht.

Wähle!

Gesundheit zum Nulltarif? Träum weiter!

Gesundheit zum Nulltarif? Träum weiter!

Seit Wochen plane ich, viel mehr über Nicht-Aufreger und die schönen Seiten des Lebens zu schreiben. Die, die es ausmachen, sich relativ jung fühlen zu können. Und die gibt es. Aber es gibt da noch die anderen Seiten. Das Leben ist eben bunt. Für viele soll ihr Leben außerdem daraus bestehen, möglichst viel von allem und am besten noch kostenlos oder geschenkt zu erhalten: Zum Nulltarif!

Aber Leute: SO LÄUFT DAS NICHT!

Lies heute davon, dass alles seinen Preis hat, und wir im Ergebnis endlich damit aufhören müssen, das Recht zu fordern, etwas geschenkt bekommen zu MÜSSEN (für manche scheint dies schon eine Art Grundrecht geworden zu sein). Erfahre, wie Du dazu beitragen kannst, dass die Dinge (wieder) ihren Wert erhalten.

Ganz schön Haase

Da sitze ich also vor ein paar Tagen nichtsahnend in der S-Bahn, die mich an den Ort bringt, an dem ich immer mal einen Teil meines Geldes verdiene. Und ich sehe Herrn Detlef Soost an der Fensterscheibe kleben.

Jajaja, es war nicht er persönlich, aber es war ein Werbe-Aufkleber mit seinem Konterfei. Wenn er es selbst gewesen wäre, hätte ich wiederum eine der üblichen Verspätungen erlebt. Und sicher wäre der Anblick auch nicht schön gewesen. Glück gehabt, auch wenn ich mich aufregen musste! Ich habe den Aufkleber auch fotografiert. Das Beweisstück kann ich hier aber leider nicht zeigen, da ich sicher nicht berechtigt bin, das Firmenlogo und den Aufkleber einfach so zu veröffentlichen.

Neben dem Bild von Herrn Soost entdecke ich eines dieser Wörter, die ich seit längerer Zeit mit Abscheu betrachte: Nulltarif! In Kombination mit Gesundheit wird mir da gleich noch übler: Gesundheit zum Nulltarif! Ach wie schön…! (Und Ironie aus!)

Hey, ich freue mich auch über Geschenke und kostenfreie Snacks oder einfach Dinge, die man tun kann, ohne dafür Geld bezahlen zu müssen! (Geh doch beispielsweise mal raus in die Natur. Kostet kein Geld und kann richtig Freude machen. Dieses Erlebnis kannst Du Dir selbst schenken.)

Aber „Gesundheit zum Nulltarif“? Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich gerade wieder loswerden möchte (um das K-Wort nicht zu benutzen; ein bisschen zu benehmen weiß ich mich ja auch).

Gesund wäre es irgendwie auch nicht.

Gesundheit zum Nulltarif – Hirn einschalten!

Nichts, das Dir ein anderer Mensch jemals schenkt, ist ohne Preis. Niemals. Wenn hinter einem Menschen ein Unternehmen steht, gilt das umso mehr. Werbegeschenke? Sind in den Preisen der Produkte einkalkuliert. Ein Rabatt? Ist manchmal nur Schein und Lockmittel, und verdient wird eben immer noch.

Alles hat immer seinen Preis, gerade in der Geschäftswelt. Ja, weißt Du. Aber dennoch ertappst Du Dich auch immer wieder, mal wieder reingefallen zu sein. Oder? ODER? (Wenn nicht: Gratulation – dann erzähle uns davon und schreibe mir einen Kommentar; ich liebe Menschen, die sich im Griff haben!!!)

Gesundheit zum Nulltarif – Geben und nehmen

Viele Beitragszahler bezahlen dafür, dass andere oder sie selbst davon profitieren, diese „Gesundheit zum Nulltarif“ zu erhalten. Ich bin ganz sicher, dass Herr Soost bzw. die Firma dahinter Geld für das Programm erhalten möchte. (Die Firma werde ich hier übrigens nicht nennen, denn mir könnte dann wiederum zur Last gelegt werden, dass ich Werbung für sie mache. Insofern bleibe ich bei der Leitfigur. Als Bloggerin hat man es echt nicht so leicht, seufz…)

Wenn Du das Programm als Privatperson und nicht über die Krankenkasse erwirbst, bezahlst Du für die zehn Wochen einen bestimmten Betrag. Das ist ja auch in Ordnung, denn in dem Programm stecken Ideen, Entwicklungs- und Marketingkosten. So etwas kostet nun einmal Geld, darf es auch kosten, und alle, die dazu beigetragen haben, möchten ja auch von etwas leben. Zu verschenken hat Herr Soost auch nichts.

Also wird jedes Programm, das nun über die Krankenkasse bezahlt wird, mit ungefähr dem Betrag, den das Programm kostet, bezuschusst (ein bisschen günstiger wird es für die Krankenkasse vielleicht sein, aber nur ein bisschen).

Klar merkst Du dann nun nicht unmittelbar, dass diese Gesundheit zum Nulltarif doch ihren Preis hat. Du merkst es vielleicht aber daran, dass Du beispielsweise einen Termin, der wichtig wäre, beim Facharzt erst in einigen Wochen erhältst. Denn die Terminvergabe hängt stark mit dem Budget des Facharztes zusammen, das ihm aus dem großen Topf zugestanden wird.

Vielleicht wäre das Budget von allen Ärzten etwas höher, wenn dafür so einige Kosten, die an anderer Stelle aufgewendet werden, nicht entstehen würden. (Sind nur mal so meine 5 Cent an Gedanken, die natürlich plakativ aber deshalb nicht weniger richtig sind. Klar gibt es viele solcher Kosten an anderer Stelle. Warum prangere ich nun gerade dieses Programm an? Tue ich nicht, möchte ich auch nicht. Es dient nur als Beispiel.)

Dafür bekommst Du aber dann Gesundheit zum Nulltarif an anderer Stelle. Dafür bist Du doch gerne bereit, im Krankheitsfall mal etwas zu warten, oder? Oder doch nicht?

Gesundheit zum Nulltarif – Was wäre, wenn?

Ich erlebe es so oft, dass Menschen sich zu irgendwelchen Kursen anmelden, die kostenfrei über die Krankenkasse angeboten werden: „Kostet ja nichts, weil die Kasse den Beitrag übernimmt“. Aha. Ist Dir Deine Gesundheit nichts wert, oder besser gefragt: Wäre der Kurs nicht kostenfrei; würdest Du ihn dann auch besuchen? Oh… Wieso nicht?

Und nein, es geht nicht darum, dass im Rahmen der Vorsorge und des um-sich-Kümmerns keine Angebote mehr bezuschusst werden sollen. Es kann für einen Bruchteil der Nutzer ein Einstieg in eine gesündere Lebensweise sein. Kann.

Mich nervt allerdings ein Angebot, das nicht dem hilft, der es wirklich brauchen könnte, sondern dem, der es entdeckt, weil der Anreiz „Gesundheit zum Nulltarif“ ist. Wie ernsthaft ist die Anstrengung von jemandem zu werten, der für eine Leistung kein Geld bezahlen möchte? Kenne ich auch aus anderen Bereichen: „Was nichts kostet, ist nichts wert“.

So einfach kann es sein. Und ist es auch (leider)!

Nun ist dieses Programm insgesamt kein gutes Beispiel für Erfolglosigkeit. Ich möchte nicht wissen, wie oft es zuvor schon von Menschen gekauft wurde. (Wie die sich nun wohl fühlen? Oder nutzen sie es jetzt noch einmal, weil es ja nun nichts mehr kostet? Denkbar wäre es.)

Sicher haben auch einige der Käufer für sich Erfolge damit erzielt. Als Krankenkassenmitglied würde ich allerdings fragen, warum denn das Angebot von XYZ, das diesem Programm sehr ähnlich ist, nicht ebenso bezuschusst wird. (Da hat halt jemand eben gute Kontakte genutzt. Auch das sollte stutzig machen. Aber so läuft es nun einmal.)

Gesundheit zum Nulltarif – aber nicht ohne Anstrengung!

Wenn Du das Angebot annimmst, muss Du zumindest ein paar Wochen lang ordentlich was tun: Du wirst Deine Ernährung umstellen, ein paar sportliche Einheiten in Dein Leben integrieren und damit womöglich abnehmen oder Dich einfach besser fühlen. Jepp, das ist gut! Und dann?

Ich finde, das Wort Nulltarif impliziert auch irgendwie, dass es womöglich einfach wäre. Ist es nicht. 10 oder 12-Wochen-Programme sind immer der Einstieg in etwas, das Du lebenslang tun solltest. Dann… Dann ja, damit kannst Du dauerhaft vielleicht schlanker (das muss ja nicht automatisch gesünder sein) oder mit mehr Wohlgefühl im Leben stehen. Wenn Du dranbleibst und verstärkt durch eine der Facebook-Gruppen (die gab es schon vor der Nulltarif-Aktion) mit Menschen, die sich gegenseitig unterstützen, ist da einiges möglich.

Aber Nulltarif? Nein, ich mag das Wort immer noch nicht. Denn es wirkt wie „5 Kilo in drei Tagen“ – irgendwie hat das einen Beigeschmack.

Gesundheit zum Nulltarif – Warum nicht mal anders?

Ich rate Dir, zu überlegen, WAS Du für Dich tun möchtest, WENN Du etwas für Dich tun möchtest. Tue bitte nichts, weil es nichts kostet und Dir deshalb „geschenkt“ werden soll. Denn das kannst Du Dir meist schenken.

Mache es, weil es Dir guttut. Probiere aus und teste. Gebe Geld aus für gute Angebote (es kann ja immer noch preiswert sein – nämlich: den Preis wert). Aber lass Dich nicht für dumm verkaufen und entwickle ein Bewusstsein dafür, dass alles seinen Preis hat.

Überhaupt suche ich Menschen, die bereit sind, für eine gute Leistung Geld zu bezahlen. Schließ Dich mir gerne an! Entwickle ein Gespür dafür, was wertvoll ist und seinen Preis haben darf.

Es heißt ja nicht, dass Du Geld für etwas ausgeben musst, das sein Geld nicht wert ist. Aber wir müssen unbedingt wieder dahin zurückkommen, den Wert einer Dienstleistung, eines Werks, einer Sache und vor allem auch dem Menschen dahinter zu erkennen und anzuerkennen. Einige müssen womöglich überhaupt erst dorthin kommen, weil sie dort noch nie waren. Mach mit oder fang heute damit an!

Gesundheit zum Nulltarif: Es geht doch viel besser!

Und Dir hoffentlich auch.

(Übrigens kannst Du jetzt immer noch einfach mal vor die Tür gehen. Es weht ein frischer Wind da draußen, und wenn Du ein paar Schritte gegangen bist, wurdest Du auch mal ordentlich durchgepustet. Das tut auch gut, und dafür musst Du auch kein Geld ausgeben. Kosten wird Dich das dennoch etwas: Zeit. Insofern…)

Schreib mir, wie es Dir ergangen ist. Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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