Jetzt. Gerade jetzt beginnt der Rest Deines Lebens, von dem Du nicht weißt, wie es sein wird. Nein, das soll keine Melancholie aufkommen lassen und auch keine allzu große negative Nachdenklichkeit. Aber: Du weißt nie und wirst nie wissen, wie lange dieser Rest andauern wird.

Den Rest Deines Lebens solltest Du nicht verschieben. Gerade jetzt und heute nicht. Heute ist der perfekte Tag, Dir den Rest Deines Lebens zu gestalten. Heute ist überhaupt ein perfekter Tag für so vieles. Fange aber bitte einfach mal an, Dich anzuschauen mit dem, was Du hast, bist und kannst.

Schau einen kleinen Moment in Dich hinein und damit auch einen kleinen Moment zurück. Sieh Dir an, was Du alles erlebt, was Du erreicht hast (und erinnere Dich kurz an meine Mail von letztem Dienstag*: Es fängt mit den vermeintlichen Kleinigkeiten an). Schau auch dorthin, wo Du nicht zufrieden mit Dir warst. Oder bist. Frage Dich mal, warum das so ist. Nicht, warum Du das, was Du Dir vorgenommen nicht erreicht hast, sondern warum Du deshalb unzufrieden bist.

Es ist so wichtig, dass Du Dir immer wieder bewusstmachst, wie gut es Dir geht. Es ist fast unabhängig davon, wie schlecht Du Dich gerade fühlst. Natürlich sollst Du in dem Fall nicht so tun, als wäre es anders. Aber schau Dich an und sei stolz auf das, was Du hast. Und das, was Du erreicht hast. Da gibt es immer etwas! Wenn es ein Ziel gibt, die Du immer noch nicht erreicht hast, obwohl Du es schon so oft versucht hast, dann schreibe Dir das auf und überlege, ob dieses Ziel eines ist, das Du überhaupt erreichen kannst.

Es geht nicht darum, dass Du Deine gesteckten Ziele aufgeben sollst. Im Gegenteil – es kann motivieren, dass Du Dir hohe Ziele steckst. Ich nenne sie ja lieber Träume. Träume sind gut. Aber es hilft Dir nicht weiter, wenn Du immer wieder Dein größter Kritiker bist, weil sich Dein Traum bisher nicht erfüllt hat. Und es ist legitim, ein Ziel neu festzulegen. Oder zu streichen und durch ein anderes zu ersetzen. Oder mal gar kein Ziel zu haben, wenn ich Dir auch rate, diesen Zustand nicht allzu lange anhalten zu lassen, denn kein Ziel zu haben, ist auf Dauer zermürbend oder kann es zumindest sein.

Aber hey, Du musst gar nichts. Du kannst auch einfach mal innehalten. (Ja, auch wenn es nur ein kleiner Moment sein sollte). Du bestimmst, was mit und in dem Rest Deines Lebens passieren soll.

Du kannst nachdenken, etwas tun oder nichts tun.

Ich finde, mit Nachdenken bist Du schon auf einem guten Weg. Schau Dich an. Wer bist Du und warum? Alle Erlebnisse Deines Lebens, alle guten und schlechten Ereignisse, alle positiven und negativen Menschen, die Dir begegnet sind, haben dazu beigetragen, dass Du dort stehst, wo Du gerade bist.

Mit was haderst Du?

Ganz schön Haase

Ich hadere mit einem Teil meiner eigenen Vergangenheit. Mit einer Beziehung, die ich eingegangen bin und die für mich viel zu lange nicht schön verlaufen ist. Ich kann mir diese Zeit und meinen Anteil daran noch nicht verzeihen. Und doch, wenn ich in mir klarer bin, weiß und entscheide ich, dass ich diese Vergangenheit nicht ungeschehen machen kann.

Das Schlechte ist: Die Vergangenheit ist unveränderbar.

Das Gute ist: Die Vergangenheit ist unveränderbar – aber ich kann meinen Blickwinkel verändern.

Meiner ist: Aus irgendeinem Grund hat sich das alles so entwickelt, wie es dann war und wurde, habe ich so gehandelt und nicht anders.

Was ich mir daraus mitgenommen habe: Ich habe meinen aktuellen Partner viel bewusster gewählt, habe vieles vorab geklärt und einiges (bei anderen Männern, die mir begegnet sind) nicht mehr akzeptiert.

Das war gut!

Schreibe Dir auf, was Dir aus Deiner Vergangenheit noch immer zu schaffen macht. Und dann überlege, ob es diese Sache wert ist, Dich noch und immer wieder damit zu beschäftigen, und es Dir schwerzumachen. Sobald Du spürst, dass Deine Antwort ein klares NEIN ist, überlege, was Du Dir daraus mitgenommen hast. Und wenn Du das noch nicht weißt, finde es heraus.

Denn: Du hast diese für Dich schlimme Sache überlebt! Du bist nicht untergangen, sondern Du bist noch am Leben, sehr wahrscheinlich erstarkt aus der Sache gegangen – in der Art: Was mich nicht umbringt, macht mich nur härter.

Und da es gerade um den Rest Deines Lebens geht, nimm diese Stärke und finde für Dich heraus, wie Du diese Stärke noch mehr in Dein Leben tragen kannst. Und vielleicht entdeckst Du, dass Du das bereits erledigt hast. Super!

Wenn nicht, dann ist es jetzt Zeit dafür – denn JETZT beginnt ja der Rest Deines Lebens. Immer noch und schon wieder.

Noch schöner wird es, wenn Du Dir anschaust, wo Du sonst noch stark und zufrieden mit Dir bist. Da gibt es immer etwas!

Denke nach und werde Dir bewusst, in welchen Bereichen Du glänzt, was Du besonders gut kannst und was Du gerne machst.

Ich habe vor kurzem erneut erkannt, dass ich meinen Beruf gerne ausübe, und dass ich darin auch gut bin. Das kam plötzlich, heute, einfach so, und ich fühlte mich auf einmal so motiviert und angespornt, das weiter in die Welt zu tragen, das ich vor Freude fast geplatzt bin (gut, das Platzen wäre nun für den Rest des Lebens eher kontraproduktiv gewesen, aber ich habe es gerade noch dosieren können).

Einige Zeit danach kamen Rückmeldungen, die mir einige liebe Menschen zu meiner Persönlichkeit, zu mir, machten. Zu dem, was ich tue, wie ich auf die Menschen wirke, was ich IN ihnen bewirke.

Diese Gedanken halten mich innerlich jung! Sie erzeugen Freude und die Erkenntnis, dass ich am richtigen Platz war und bin.

Schau, wo Deiner ist. Vielleicht gibt es auch mehrere Plätze, an denen Du Dich so fühlst. Dann nimm sie Dir und nimm Dir vor, Dir noch mehr davon haben zu wollen. Mache sie Dir bewusst und fühle Dich gut. Schreibe sie auf, mache eine Sammlung all der Orte, an denen Du Dich richtig gut fühlst.

Genau jetzt.

Leg los!

Der Rest Deines Lebens beginnt genau JETZT.

Schreibe mir gerne in die Kommentare, was Du für Dich erkannt hast und auch, wie Du damit umgehst oder umgehen wirst. Ich bin sehr gespannt!

*Du hast Dich noch nicht in meinen Verteiler eingetragen? Hole das gerne nach, denn in den Mails von mir wirst Du immer wieder Gedanken finden, die ich so nicht auf meiner Webseite veröffentliche – wie Du ja nun vermuten kannst, wenn Du noch nicht mit dabei bist.

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