Das Weihnachten der Anderen ist etwas, das Dir sicher schon einmal passiert ist. Wenn Du das nicht glauben magst, dann lies weiter und entscheide Dich später noch einmal, diese Sache zu beurteilen. Ich vermute allerdings, dass es Dir sogar schon öfter passiert ist.

Fühlst Du Dich mit den Gedanken an Weihnachten so ein kleines Bisschen unwohl?
Oder sogar noch mehr?
Weißt Du gar nicht, ob Du Dich auf Weihnachten freuen sollst?
Oder freust Du Dich auf Weihnachten? (Lies in dem Fall dennoch weiter)

Erfahre heute, wieso Du Dein Weihnachten und nicht das Weihnachten der Anderen feiern solltest, und wie Du das erreichen kannst. Denn damit befreist Du Dich von einigem Druck ganz automatisch.

Irgendwann hat uns jemand erzählt, wie Weihnachten zu sein hat. Wir haben auch schon ganz oft davon gehört und gelesen. Kurz nach Erscheinen der ersten Lebkuchen in den Supermärkten verändern sich auch die Themen in den Zeitschriften, Magazinen und in den Werbespots aller Medien und zeigen uns wiederum die altbekannte, perfekt gestaltete Welt im Außen.

Basteln, Plätzchenbacken, Deko… Alles ist einfach nur schön.

Ja, kann es sein. Wenn Du fein damit bist, ist es gut.

Wenn nicht, dann schau mal, wie es um Dich und Weihnachten tatsächlich steht.

Das Weihnachten der Anderen – Sitz! Platz!

Wir halten ja gerne an den schönen Kindheitserinnerungen fest, die wir dann auch als Erwachsene wieder erleben möchten. Also versuchen wir – unter veränderten Rahmenbedingungen – etwas zu schaffen, was dem gleichkommen kann. (Das tun wir im Übrigen nicht nur an Weihnachten)

Aber hey, Du bist doch heute erwachsen! Es hat sich viel verändert. Du holst Dir nichts „zurück“, einfach nur, weil Weihnachten ist. (Du holst Dir eh nie etwas zurück – weißt Du schon, oder?)

Wenn Du gut aufgestellt bist, kannst Du Dir aber ein neues schönes Erlebnis schaffen.

Ich kenne viele Menschen, die irgendwann einfach das getan haben, was viele andere Menschen in gleichen Zeitraum auch tun. Das passiert auch jeden Tag und nicht nur an Weihnachten. Der Einzelne schließt sich der großen unbekannten vermeintlichen Mehrheit an und tut etwas, ohne groß nachzudenken.

Gehörst Du auch dazu? Das ist nicht schlimm. Es hat nur gar nichts damit zu tun, dass Du Dir das, was Du tust, sonderlich bewusstgemacht hast. Auch das ist nicht schlimm, wenn Du Dich damit wohlfühlst. Aber womöglich stört Dich Dein Verhalten, ohne dass Du bisher erkannt hast, woher das kommt.

Denn nur, weil mal wieder vermeintlich alle etwas tun, musst Du es doch nicht genauso machen. Ja, Du willst ein Teil von etwas sein. Verstehe ich. Will ich auch meist (aber oft auch nicht, ha!). Und gleichzeitig sehe ich, dass ich damit einen Teil von mir selbst und das, was ICH möchte, aufgebe. Oder es zumindest riskiere. Auch das muss nicht immer schlimm sein. Sobald Dich aber etwas stört, gehe tiefer.

Denk doch nur einmal daran, warum ab jetzt die Geschäfte voller werden. Das hat doch nichts damit zu tun, dass irgendwer sein eigenes Ding macht. Da wird angesagt (Werbung!) und belohnt (alles, was Du an Geschenken geschnappt hast, und Du findest das dann wahrscheinlich auch noch gut).

Das alles ist doch ein bisschen wie abgerichtet werden. Sitz! Platz! Ok, der ist ein bisschen böse. Lasse ich dennoch so stehen.

Nimm nicht den Platz ein, den Dir jemand zugewiesen hat, wer auch immer dieser jemand war.

Das Weihnachten der Anderen – Schau, wo Dein Platz ist! … Deiner!

Wenn Du Dich rundum wohl fühlst mit dem, was in der Vergangenheit mit und an Weihnachten war, dann wiederhole das gerne wieder in diesem Jahr beziehungsweise verändere nichts am Vorgehen.

Wenn Du aber spürst, dass da irgendetwas ist, das Dir mehr oder weniger quer sitzt, dann überlege Dir, was Du lieber tun würdest und auch, wie Du es umsetzen könntest.

Ganz schön Haase

Das Weihnachten der Anderen habe ich auch viele Jahre gelebt. (Ich habe ja schließlich auch mal klein angefangen. Oder in dem Fall groß.)

Die Weihnachtszeit sah vor vielen Jahren für mich so aus:

Heiligabend fuhr ich mit meinem Partner erst zu meinen Eltern, dann zu seinen Eltern – an einem Abend!

Am 1. Weihnachtsfeiertag fuhren wir zu meinen Eltern zum Essen, Kaffeetrinken und mehr.

Am 2. Weihnachtsfeiertag fuhren wir zu den Eltern meines Partners zum Essen, Kaffeetrinken und mehr.

(Das Einzige, das wir jemals verändert haben, war die Reihenfolge – OHHHHHH!).

Nach Weihnachten sind wir dann wieder arbeiten gegangen. Es war alles andere als erholsam für mich – auch wenn ich nicht kochen und aufräumen musste. Zeit für mich? Fehlanzeige! Glaube mir, ich hätte sie gebraucht.

Ich fühlte mich nicht wohl. Damals hatte ich keine Ahnung, wie ich diesem mir auferlegten Zwang, mich bei den Eltern zeigen zu müssen, entkommen könnte. Vielleicht habe ich mich auch nicht getraut, etwas zu sagen.

Für mich war dies alles andere als erbaulich. Ich war trotzig und manchmal sogar schlecht gelaunt. Aber ich machte schön mit – des lieben Friedens willen, und weil ich meinen Eltern gegenüber ein schlechtes Gewissen gehabt hätte, sie alleine zu lassen.

Ich habe den Fehler gemacht, mir keine Gedanken darüber gemacht zu haben, wie mein Weihnachten hätte aussehen können.

Das ging viele Jahre so.

Setze Dich doch einmal hin und überlege, wie Du Dir Dein optimales Weihnachten vorstellen würdest. Schreib es gerne auch auf. Schaue, inwieweit es mit dem, was Du bisher erlebt hast und auch dem, was vor Dir liegt, übereinstimmt.

Eines noch, und das halte ich für ganz wichtig: Du darfst jedes Jahr neu entscheiden! Fang in diesem Jahr damit an.

Es ist noch nicht zu spät.

Das Weihnachten der Anderen – Vorsicht Falle!

Was wird uns immer gerne präsentiert, wenn es um Weihnachten geht? Wir sehen Familien und noch besser große Familien mit mehreren Generationen, die das Fest gemeinsam feiern, ganz friedlich und ganz ruhig. Alle haben sich so lieb!

Das ist das Bild, das wir oft auch aus alter Zeit in uns tragen. Ich habe Weihnachten aus meiner Kindheit auch in einer guten Erinnerung. Es ist berechtigt, dass Du dieses Gefühl, das sich beim Erinnern einstellt, so gerne immer wieder neu spüren möchtest.

Ob es soweit kommt, entscheidest Du selbst. Und wie es soweit kommt, bestimmst Du auch.

Nicht Weihnachten und auch nicht die Vorweihnachtszeit sind die Ursachen für das, was wir suchen und manchmal genau dort nicht zu finden vermögen. Wir selbst lassen uns vereinnahmen, ohne darüber nachzudenken, und dann leiden wir womöglich unter der mangelhaften Umsetzung, die wir hätten positiv beeinflussen können.

Wie muss sich beispielsweise eine alleinstehende Person fühlen, die jährlich mit diesem Bild der glücklichen Familie, die gemeinsam das Fest feiert, konfrontiert wird? Da entsteht doch bei einigen, die sich damit erreichen lassen, automatisch das Gefühl, nicht richtig und unvollständig zu sein.

Frohe Weihnachten!

Wenn Du täglich ein Bild vermittelt bekommst, wirst Du es vielleicht sogar für die Realität halten. Wenn Du dazu gehörst, denke bitte noch einmal nach, ob Du Dir da wirklich etwas einreden lassen möchtest. Das hatten wir schon an anderer Stelle und in einem anderen Zusammenhang – hier und da.

Umgekehrt beobachte ich, dass es in vielen Familien gerade an Weihnachten Streit oder zumindest mal Miss-Stimmungen gibt, und dass einige Menschen sich wünschten, statt in der Familie lieber alleine sein zu können. Weil so viel Bemühung einfach anstrengt.

Dieses vermeintliche Ideal kann nun einmal nicht auf alle passen. Und ob es ein Ideal ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Für einige ist es gut, für andere nicht.

Das Weihnachten der Anderen ist nicht Dein Weihnachten. Es spielt keine Rolle, ob Familie X oder Person Y an oder nach Weihnachten erzählt, wie schön oder nicht schön sie ihre Tage erleben werden oder erlebt haben.

Was möchtest Du von Deinem Weihnachten erzählen können?

Das Weihnachten der Anderen – Klarheit hilft.

Jeder muss für sich überlegen, was er an Weihnachten wirklich möchte. Du musst es also für Dich entscheiden. Das ist also der erste Schritt: Finde Klarheit!

Du solltest also ganz bewusst für Dich herausfinden, was Du Dir für Weihnachten wünschst. Wünsche Dir dabei bitte etwas, das Du selbst gestalten kannst!

Und werde nicht allzu romantisch, nur weil Weihnachten dies irgendwie bedingt! (Das sitzt nun einmal sehr tief).

Wenn Du beispielsweise im Unfrieden mit jemandem bist, wird nicht Weihnachten automatisch dazu beitragen, dass dieser Unfrieden verschwindet geschlichtet werden kann. Es könnte aber sein, dass die Vorweihnachtszeit beispielsweise das Schlichten einer Unstimmigkeit etwas einfacher machen könnte, weil die andere Person etwas friedlicher gestimmt ist. Es könnte aber auch nicht gelingen, wieder friedlich miteinander umzugehen.

Erwarte bitte nicht, dass automatisch ein Wunder geschehen wird, nur weil (Vor-)Weihnachtszeit ist. Baue nicht darauf, dass Weihnachten die Basis für Wunder sein könnte (auch wenn das sein kann, wenn alles stimmt).

Wenn überhaupt, schaffst Du Dir bitte Deine eigene Basis.

Überlege also gut, was Du erwartest.

Besinne Dich lieber auf die Menschen, mit denen Du Dich gerne umgibst, und versuche, diese um Dich zu haben. Und wenn dies nicht möglich ist, bleibe dankbar dafür, dass es diese Menschen und den Frieden mit ihnen gibt im restlichen Jahr. An Weihnachten sind sie dann eben mal nicht bei Dir. Ist das so schlimm?

Überhaupt schaue auch in diesem großen Zusammenhang danach, was Du alles schon hast. Es könnte DIE Gelegenheit sein, festzustellen, dass Du recht zufrieden oder sogar sehr zufrieden sein kannst.

Ich hoffe, Du kannst das dann auch fühlen.

Dann wäre Weihnachten doch womöglich das i-Tüpfelchen für Deine Zufriedenheit.

Wie könnte DEIN Weihnachten dann also aussehen?

Das Weihnachten der Anderen – Der Plan

Male es Dir aus. Das darf auch in schön sein. (Und in ganz bunt!)

Wenn Du es genießen kannst, alleine zu sein, ist Weihnachten die perfekte Zeit dafür! Denn viele andere Menschen sind eingebunden in ihr persönliches Weihnachten. Du könntest also richtig viel Ruhe haben.

Wenn Du viele Menschen um Dich haben möchtest, dann versuche, sie für ein Fest bei Dir zu gewinnen. Das heißt ja nicht automatisch, dass Du dann auch die gesamte Arbeit auf Deine Schultern laden musst. Das geht auch anders (wie, das erzähle ich Dir im nächsten Weihnachts-Blogbeitrag).

Solltest Du wegfahren wollten, mach es! Ja, jetzt ist es schwieriger, noch etwas zu finden, das bezahlbar und schön ist. Aber es ist nicht unmöglich.

Und wenn Dich Weihnachten aber mal so gar nicht interessiert, dann klinke Dich aus. Ok, Du musst sicher weiterhin zusehen, dass alles dekoriert ist und Du wirst ertragen müssen, dass Menschen Dir von ihren Weihnachtsplänen erzählen. Dann erzähle freudig von Deinen und dem, was Du stattdessen tun wirst. Du wirst sehen, dass einige Dich genau darum beneiden werden. Auch wenn es darum nicht geht, denn es geht nur darum, dass DU zufrieden sein kannst.

Leg los! Wie sieht Dein Weihnachten aus? Schreibe es auf, verinnerliche es für Dich und dann starte mit den Vorbereitungen.

Die machen Dir dann auch sicher große Freude und fallen Dir ganz leicht.

Wie feierst Du also Dein Weihnachten? Verbringst Du es mit anderen Menschen? Mit wem? Oder magst Du lieber alleine bleiben? Was sind Deine Pläne? Schreib mir dazu gerne einen Kommentar. Ich freue mich darauf!

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