Auf dem Foto seht Ihr eine ganz besondere Gruppe von Frauen oder zumindest einige davon. Danke an Carina Herrmann, die dieses Foto zur Verfügung gestellt hat. Zu dieser Gruppe und auch zu Carina erfahrt Ihr heute noch mehr: Frauen unter sich und in schön!
Ich habe schon viele Frauen-Gruppen in vielerlei Zusammenhängen erlebt. Man könnte also sagen, dass ich mit Frauen-Gruppen eine gewisse Erfahrung habe. Nicht immer war das, was ich erlebt habe, angenehm. Frauen unter sich und in schön gibt es nicht so oft, wir Du Dir vielleicht denken kannst oder selbst schon erlebt hast.
Dieses Mal möchte ich Dir eine ganz besondere Gruppe vorstellen, die Dir Motivation sein sollte, Dich möglichst oft in solcher Umgebung aufzuhalten. Denn eine gut funktionierende Gruppe von Frauen ist so wichtig, so viel wert und kann Dir in nicht so einfachen Situationen sehr helfen. Lies also, was ich in den letzten Monaten erlebt habe mit einer Gruppe, die zunächst nur im Internet zu Hause war.
Frauen unter sich – Im Beruf
Im beruflichen Umfeld habe ich einige schöne und nicht so schöne Erfahrungen machen dürfen. Ich habe vor allem erlebt, dass Frauen dort ihre Präsenz als Gruppe von Frauen viel zu wenig wahrnehmen und es sich oft innerhalb einer solchen Gruppe gegenseitig schwermachen. Es ist klar, dass – wenn die Gruppe nicht im Inneren funktioniert, die Gruppe eben auch nicht nach außen funktionieren kann. Zwei Frauen können miteinander ein starkes Team sein. Ab drei Frauen wird es schwierig. Das ist meine Beobachtung.
Leider neigen wir in diesen Gruppen oft dazu, uns gegenseitig Erfolg zu neiden statt den miteinander zu feiern, und wir schauen lieber nur nach unserem eigenen Erfolg (das ist auch wichtig, aber steht eben nicht immer an erster Stelle) statt zu überlegen, wie wir gemeinsam noch besser vorwärtskommen könnten. Ich kann auch nicht wirklich erklären, wo die Ursache liegt. Ich vermute aber, dass wir immer nach Anerkennung suchen und es schwer ertragen, dass die Andere sie erhält, und wir sie in dem Moment womöglich nicht erhalten.
Frauen unter sich – Beruflich im Netz
Du liest ja zu Netzgenuss und damit also zu dem, wie Du das Internet für Dich nutzen und damit Freude haben kannst. Sehr gerne erzähle ich Dir heute von einer besonderen Gemeinschaft, die ausschließlich aus Frauen besteht, die sich gegenseitig stützen und motivieren, inspirieren und auf ihrem Weg begleiten. Ich spreche von den Femininjas.
Es handelt sich hierbei um ein virtuelles Coworking Space (falls Du nicht weißt, was ein Coworking Space ist: Du triffst Dich einfach mit anderen Menschen an einem Ort außerhalb Deines Büros oder Deiner Wohnung, um zu arbeiten. Meist sind es Büroräume, die von einigen Menschen regelmäßig dafür genutzt werden.) Wir unterstützen uns gegenseitig bei den Aufgaben und Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Beruf und die Anforderungen, denen wir gerecht werden müsssen und wollen. Die Community ist dafür gedacht, Frauen beim Aufbau oder Ausbau der Selbständigkeit (Schwerpunkt: Online-Präsenz) zu helfen. In der Gruppe sind Frauen mit vielfältigen Interessen und Fähigkeiten vereint.
Es handelt sich um einen vermeintlich bunt zusammengewürfelten Haufen, der eines gemein hat: Das Vorwärtskommen in einer guten Sache. Denn irgendwie haben wir alle eine Mission. Carina Herrmann (das ist diejenige, die das Foto zur Verfügung gestellt hat) hat die Community gegründet und ist auch diejenige, die bereits einige Jahre schon mit ihrem Online-Business erfolgreich Geld verdient.
Sie hatte die Idee von einer funktionierenden Gemeinschaft von Frauen und hat sie ins Leben gerufen. Irgendwie und sicher nicht zufällig haben sich hier wohl die richtigen Frauen getroffen. Es haben sich hier Frauen gefunden, die sich ausschließlich unterstützen. Ich habe in dieser Gruppe noch keine Boshaftigkeit und noch keine Kritik an einer Person erlebt.
Im Gegenteil, geht es einer von uns mal nicht so gut, gibt es immer einige, die liebevolle Aufbauarbeit leisten, bis diejenige sich wieder aufgerichtet hat und willens ist, weiterzumachen (auch wenn das nicht der Antritt ist, denn wenn eine von uns mal eine Pause braucht, wird sie ermutigt, sich diese zu gönnen). Die Gemeinschaft hat schon einige Zu- und Abgänge erlebt, und immer wieder haben die, die neu hinzugekommen sind, auch wieder wunderbar in die Gruppe gepasst.
Frauen unter sich – Vom Netz ins reale Leben
Carina hatte nun die Idee, dass wir uns mal kennenlernen sollten. Und so wurde vor einigen Wochen ein Termin festgelegt, an dem wir uns zu einem Meetup treffen könnten. So kam es dann auch. Wir trafen uns in der Hauptstadt, und schon vorweg erwies sich die Gemeinschaft wieder als die, die wir alle aus dem Netz kannten: Es wurden Fahrgemeinschafen gegründet, viele buchten sich ein Zimmer im selben Hotel, vor dem Meetup trafen sich einige schon zum Abendessen, und alle, die teilgenommen haben, freuten sich auf das Treffen. Wenige von uns kannten sich schon persönlich. Es war also auch ein bisschen aufregend, die Anderen nun live und in Farbe zu sehen.
Ganz schön Haase
Ich war vor vielen Jahren Teil einer Blogger-Community, die heute nicht mehr existiert. Dort war es um Längen weniger konstruktiv im persönlichen Umgang, aber es gab irgendwann auch den Wunsch, dass wir alle doch mal die Gesichter hinter den Profilen sehen wollten.
Diese Treffen waren stets eine Bereicherung für mich. Und kaum jemand war anders, als er sich in seinem Blog dargestellt hat. Die, die zu diesen Treffen – es gab dann mehrere Treffen dieser Art – erschienen sind, waren auch live und in Farbe so, wie man sie vorher zu kennen geglaubt hatte.
Wir hatten auch da schon jede Menge Spaß miteinander, haben uns an unterschiedlichen Orten in Deutschland getroffen, und zu vielen der Menschen hinter den Blogs habe ich heute noch Kontakt. Manche Kontakte sind sehr persönlich und Freundschaften geworden, manche sind noch sichtbar, aber werden nicht mehr sonderlich gepflegt, und manche sind auch verschwunden.
Ich bin sehr dankbar um die Menschen, die aus dieser Zeit heute noch mein Leben bereichern.
Trau Dich also, wenn Du Teil einer Online-Community bist
Als wir Femininjas uns dann persönlich begegnet sind, war es, als würden wir uns schon eine ganze Weile kennen. Und das war ja tatsächlich so, auch wenn wir uns nur im Netz ausgetauscht und begleitet hatten. Die Anderen waren mir so vertraut, und die Zeit des Meetups verging wie im Flug. So hatte ich am Nachmittag nicht die Gelegenheit, mit allen Frauen mehr als ein paar Worte zu wechseln.
Dennoch habe ich es bis zu meiner Abreise geschafft, das in Teilen aufzuholen. Denn weil wir uns alle so super verstanden haben, haben sich die meisten noch zum Abendessen getroffen. Der Abend endete spät und mit drei anderen Frauen in der Hotellobby. Ansonsten gilt: What happened in Berlin stays in Berlin. Und am Morgen gab es auch noch ein Frühstück in lustiger Runde.
Welch ein großartiges, viel zu kurzes Wochenende! Nun sind wir noch mehr angefixt, diese Gemeinschaft zu leben, uns weiter auszutauschen und möglichst schnell wiederzusehen.
Frauen unter sich – Begib Dich in gut funktionierende Gemeinschaften, auch im Netz
Ich habe Dir im letzten Artikel schon geraten, Dich mit gut aufgestellten Frauen zu umgeben. Wenn Du diese in Deiner Umgebung nicht finden solltest, dann suche sie Dir im Netz. Es gibt sicher zu vielen Themen Gemeinschaften, die Du Dir anschauen und von denen Du ein Teil werden kannst. Ich habe irgendwann mal alles richtiggemacht und bin bei den Femininjas gelandet. Wenn Du Dich beruflich neu sortieren und ausrichten möchtest, komm gerne dazu! (Das geht allerdings nicht jederzeit, denn sobald eine gewisse Menge an Frauen angemeldet ist, gibt es einen Aufnahmestopp.)
Wenn Dich ein anderes Thema bewegt und Du Gleichgesinnte suchst, dann mach Dir die Mühe, Dich im Netz umzuschauen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Du hast keine festen Termine, Dich zu zeigen oder Fragen zu stellen. Du kannst das so tun, wie es zu Deinem Leben passt.
Ich ermutige Dich, Dich einer Gemeinschaft anzuschließen. Lass Dir Empfehlungen aussprechen, frage andere Menschen, die vielleicht schon weiter sind. Trau Dich – Du kannst ja nichts verlieren. Du kannst nämlich jederzeit wieder damit aufhören. Ich bin aber sicher, dass Du das nicht möchtest, wenn Du gute Menschen gefunden hast.
Du wirst sehen: Es kann sich so wunderbar anfühlen, wenn Du jeden Tag mal dort reinschaust, wo Du wirklich willkommen bist!
Hast Du schon Erfahrung mit Online-Communitys? Magst Du davon erzählen? Ich würde mich freuen, wenn Du dazu einen Kommentar hinterlässt.
Ein schönes Foto!
Warum eigentlich heißt ein Treffen nun „Meetup“? Als Abgrenzung zum „Meeting“?
Übrigens denke ich beim Wort „coworking“ unweigerlich an Kühe…
Ja, Foto ist echt gut geworden 🙂
Das Meetup hat sich wohl so dahin entwickelt. Ich kenne es seit den Digitalen Nomaden. Ist vielleicht Netzsprech. Und Meetup wirkt auf mich lockerer. Ein Treffen trifft (hahaha) es dann auch 😉
Vielen lieben Dank Birgit, für die tolle Beschreibung und die lieben Worte <3
So schön zu lesen und freut mich riesig!
Anke, da hast Du einen tollen Hinweis geliefert. Ich versuche eigentlich, englische Begriffe zu meiden und beim "Meetup" ist es mir nicht mal aufgefallen…
Das nächste wird dann also einfach unser Jahrestreffen 😉
Liebe Grüße,
Carina
Liebe Carina,
sehr gerne, und von unserer Gruppe kann ja nicht genug erzählt werden 🙂
Das mit dem Meetup stimmt. Habe auch gar nicht mehr den englischen Begriff hinterfragt. Ich mag ja auch lieber die deutschen Wörter verwenden. Unsere Sprache hat ja auch genug davon.
Liebe Grüße
Birgit
Super Artikel, liebe Birgit! Das nächste Mal bin ich auch dabei 🙂 Alles Liebe, Anke
Liebe Anke,
super, da freue mich mich 🙂 Bin gespannt, wann es mehr Neuigkeiten dazu geben wird.
Alles Liebe auch für Dich
Birgit